Willkommen Pfarrer Fischer!

“Bereit dem Herrn die Wege – heute müsste es heißen, ‘Bereitet Pfarrer Fischer die Wege'” mit diesen Worten eröffnete Probst Gregor Giele den Gottesdienst am Sonntagnachmittag und verlas vor der Gemeinde das Ernennungsdekret des Bischofs für den neuen Pfarrer der Gemeinde Grimma – in der Verwaltungsgemeinschaft mit Wurzen.

Pfarrer Fischer stellte sich und seinen Werdegang kurz vor: In einer sechsköpfigen Familie ist Bernd Fischer in Löbau aufgewachsen. Während des Militärdienstes als “Funker” – so berichtet er der versammelten Gemeinde – habe er sich zunehmend gefragt, welche Signal er denn in die Welt senden wolle. Er begann das Theologiestudium in Erfurt und erst nach vielen Gesprächen und Gebeten habe er sich für einen Weg als Priester entschieden. 1981 wird er zum Priester geweiht und war anschließend 12 Jahre Kaplan, anschließend folgten Pfarrstellen in Lommatzsch und Nossen, sowie in Dresden-Neustadt und St. Marienthal und Ostritz.

“Ja, ich bin bereit” antwortet der neue Pfarrer der Gemeinde auf die Frage des Probstes und nimmt unter Beifall die Glückwünsche entgegen. “Advent bedeutet Aufbrechen, Aufbrechen aus dem Gewohnten und die Gemeinde kann dies auf besondere Weise erleben” führt Probst Giele dann in seiner Predigt aus. Für einen Pfarrer sei dies auch immer ein Aufbruch zu neuen Menschen – und für eine Gemeinde sei es eine Gelegenheit, den Aufbruch zu nutzen. “Die Gelegenheit, als ganze Gemeinde, Dinge jetzt adventlich zu gestalten sei fast beneidenswert” so der Probst.

In diesem Zusammenhang wurde Pfarrer Uwe Peukert zudem als Administrator für die Verantwortungsgemeinschaft begrüßt. Er trägt nunmehr die Verantwortung über die Verwaltungsangelegenheiten der beiden Pfarrgemeinden Wurzen und Grimma.

Susan Martin und Michael Schmutzer begrüßen im Namen des Pfarrgemeinderates den neuen Pfarrer. Er habe bereits interessiert angefangen, sich in seine neue Aufgabe einzuarbeiten, halten Beide fest und ergänzen den Wunsch, die neu entstehenden Strukturen mit pastoralem Leben zu erfüllen. “Es ist in vielerlei Hinsicht ein Zeichen des Aufbruchs” so die Brücke der beiden Pfarrgemeinderäte zur Predigt, die mit dem Wunsch schließt, eine lebendige Gemeinschaft zu sein und den Blick für die Ökumene nicht zu verlieren.

Zu den Gratulanten gehörten dann auch der evangelische Pfarrer Torsten Merkel, Stadtrat Johannes Heine und Gunter Müller, Pfarrgemeinderat aus Wurzen, der eine “Ringelnatz-Kachel” überreichte (angelehnt an das Ringelnatzgedicht “Ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken”) und schloss “Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg, auf das Kennenlernen und Vertrauen aufbauen.” 

“Das Kennzeichen GRM kann ja auch heißen ‘Gott Ruft Mich'” schloss Pfarrer Fischer den Gottesdienst mit dem Verweis auf die großen Chancen, die vor der zukünftigen Gemeinde liegen und forderte die Anwesenden auf: “Sprechen Sie mich an!”.

 

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